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Die urgewald-Doku: Auf den Spuren des Geldes für Umwelt und Menschenrechte – Filmvorführung im CinemAhlen

Foto: urgewald e.V.

Wenn Natur zerstört, Klimaziele missachtet und Menschenrechte verletzt werden, steht dahinter stets viel Geld. Hier setzt der Sassenberger Verein „urgewald“ an. Seit 1992 offenbart die Umwelt- und Menschenrechtsorganisation die Geldquellen hinter zerstörerischen Projekten. Ein neuer Dokumentarfilm mit dem Titel „Die urgewald-Doku: Auf den Spuren des Geldes für Umwelt und Menschenrechte“ zeigt, wie vor 30 Jahren eine Handvoll Aktivistinnen und Aktivisten an einem WG-Tisch den Grundstein legten. Und wie aus dem kleinen Verein in der münsterländischen Provinz eine anerkannte, schlagkräftige Organisation wurde. Ein Beispiel, das Schule machen sollte.

Am Donnerstag, 11. April 2024, wird der Film in Anwesenheit einiger Mitarbeitenden des Vereins ab 19:30 Uhr im CinemAhlen am Alten Hof 11 vorgeführt. Das Bürgerzentrum Schuhfabrik ist der Veranstalter dieses interessanten Doku-Filmabends. Ein Film, der Mut macht, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und sich für eine bessere Zukunft einzusetzen.

„Nach kleinen Anfängen und harter Arbeit haben wir viel geschafft“, stellt Knud Vöcking von „urgewald“ fest. „Am Anfang waren wir zu zehnt und ich war das einzige männliche Mitglied.“ Mittlerweile zählt der Verein über 50 Mitarbeitende. Die Wurzeln des Vereins liegen in Sassenberg, darüber hinaus hat er mittlerweile aber auch zwei weitere Standorte in Berlin und Köln. Um zu zeigen, was die Organisation in den vergangenen 30 Jahren geleistet hat, wurde ein Film über den Werdegang gedreht. Er beschreibt den Prozess vom ersten Tag an.

In den 1980er Jahren studierte urgewald-Geschäftsführerin Heffa Schücking Biologie in Bielefeld. Während ihres Studiums schrieb sie ein „Regenwald-Memorandum“. Dieser Bericht legte erstmals in der Klarheit die deutsche Verantwortung für Abholzung im Globalen Süden offen – ein Meilenstein für die Regenwaldschutzbewegung. Im Anschluss erhielt Schücking das Angebot, finanzielle Unterstützung für ihre Kampagnenideen zu erhalten. Am WG-Küchentisch in Sassenberg war schnell die Idee für „urgewald“ geboren. Im Jahr 1992 haben Schücking und ihre Mitstreitenden den Verein gegründet.

Die Organisation setzt sich für den Schutz von Umwelt und Menschenrechten ein – so gilt der Kampf auch der Finanzierung von umweltschädlichen Projekten. Investoren, Banken und Versicherer bewegt „urgewald“ dazu, ihre Gelder nicht in Unternehmen zu stecken, die zur Klimaschädigung oder zur Verletzung von Menschenrechten beitragen. Dafür führen „urgewald“ aufwändige Recherchen durch, veröffentlicht Berichte und konfrontiert die Verantwortlichen. Beispielhaft für die Arbeit von „urgewald“ ist die Arbeit gegen das Atomkraftwerk „Belene“. Kurz nach der Jahrtausendwende tauchten Pläne von Unternehmen für den Bau des AKW in der gleichnamigen Stadt in Bulgarien auf. „Als wir die deutschen Banken überzeugt hatten, nicht in das Projekt zu investieren, war es leider noch nicht vorbei. RWE hatte plötzlich Interesse. Damit begann ein neuer Kampf. Wir haben es trotzdem geschafft, dieses Projekt zu verhindern. Das war einer unserer größten Erfolge“, beschreibt Vöcking.

Der Eintritt ist frei, um eine Anmeldung wird unter https://www.urgewald.org/termin/urgewald-doku-film-event-ahlen gebeten. Die Filmvorführung ist Teil des Projektes „Dritte Orte – Raum und Zeit für Veränderung“ und wird über das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW gefördert. Mehr Infos auf www.schuhfabrik-ahlen.de.

Siehe auch:
» Veranstaltungskalender

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Ich bin Michael Kayser, in Ahlen geboren und aufgewachsen und lebe seit 51 Jahren in meiner Heimatstadt Ahlen.
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